Antibabypillen-Rückruf: Probleme mit Verunreinigungen und Haltbarkeit

Aufgrund von Qualitätsmängeln werden aktuell drei verschiedene Antibabypillen von ihren jeweiligen Herstellern zurückgerufen. Die Mängel wurden dabei mit leichten Verunreinigungen und einer kürzeren Haltbarkeit als der eigentlich vorgesehenen 36 Monate benannt.

Konkret handelt es sich dabei um die Antibabypillen Yvette (Hersteller: Ratiopharm), Tevanette (Hersteller: Teva) und Diamilla (Hersteller: Puren Pharma). Bei allen drei Antibabypillen sind nicht sämtliche Packungen betroffen, die sich derzeit im Umlauf befinden,  sondern nur bestimmte Chargen.

Im Zweifelsfall sollten Sie mit Ihren Blistern (so nennt man die Plastikhüllen, in denen sich die Pillen befinden) einen Arzt oder Apotheker aufsuchen und diesen befragen, ob die entsprechenden Chargen dieser Blister ebenfalls zurückgerufen wurden. Ärzte und Apotheker können Ihnen außerdem Verhaltenshinweise an die Hand geben, wenn dies tatsächlich der Fall sein sollte.

Sollte man die Behandlung sofort abbrechen?

Wenn Sie einen betroffenen Blister bereits angebrochen haben, dann sollten Sie die Behandlung auf keinen Fall selbstständig abbrechen. Da die Verunreinigungen nur sehr geringfügig sind, ist die Wirksamkeit der Präparate glücklicherweise nicht eingeschränkt. Eine sichere Verhütung ist demnach in jedem Fall gegeben.

Die kürzere Haltbarkeit sollte ebenfalls normalerweise kein Problem darstellen, da man die Antibabypille keine drei Jahre aufbewahrt, bevor man sie einnimmt. Sollte dies dennoch der Fall sein, muss die kürzere Haltbarkeit natürlich bei der Einnahme miteinbezogen werden.

Nichtsdestotrotz kann es nicht schaden, wenn Sie sich an einen Arzt oder Apotheker wenden und diesen um Rat bitten, wie Sie im Falle von betroffenen Antibabypillen vorgehen sollten.

Was passiert mit betroffenen Packungen, die noch nicht angebrochen sind?

Wenn Sie eine Charge erwischt haben, die als verunreinigt gilt, sollten Sie sich sofort an den Hersteller wenden. Wir sind uns sicher, dass dieser die vollständige Packung ersetzen wird.

Doch Achtung: Man kann die Antibabypille in der Apotheke nicht einfach umtauschen. Wenn man eine neue Packung erwerben möchte, dann benötigt man ein neu ausgestelltes Rezept vom Arzt.

Welche Chargen sind betroffen?

Von den Verunreinigungen und den Problemen bezüglich der Haltbarkeit sind die folgenden Chargen betroffen:

  • Yvette
    • 9326074
    • 9326080
    • 9326097
  • Tevanette
    • 9327116
    • 9327122
    • 9327139
  • Diamilla
    • 9758201
    • 9758218
    • 9758230

Fazit: Rückruf von Antibabypillen

Zwar werden bestimmte Antibabypillen aufgrund von Verunreinigungen zurückgerufen, der Wirksamkeit tun diese jedoch keinen Abbruch. Wenn Sie die Packungen noch nicht geöffnet haben, können Sie diese mit Sicherheit beim Hersteller erstatten lassen. Wenn Sie sie bereits verwenden, können Sie diese auch weiterhin einnehmen, da keine Nebenwirkungen zu befürchten sind.

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