Einphasenpillen (Liste)

Auf dieser Seite möchten wir Sie aufklären was genau eine Einphasenpille ist und erhalten zudem eine Liste der verfügbaren Einphasenpillen.

Die Einphasenpille enthält eine feste Homron-Kombination aus Östrogen und Gestagen. Diese werden über den gesamten Zeitraum immer gleich eingenommen. Sowohl die letzte, wie auch die erste Pille enthalten also die gleiche Zusammensetzung.

Damit entspricht diese Zusammensetzung nicht exakt den gleichen hormonellen Ablauf wie die dem weiblichen Körper. Dafür bleibt der Hormonspiegel allerdings immer gleich, es gibt also geringe Schwankungen.

Laut dem Pearl-Index beträgt die Sicherheit 0,2 bis 0,5. Was eine sehr sichere Verhütung verspricht. Wer die Pille korrekt, täglich, einnimmt, der senkt das Risiko sogar auf nahezu 0,0 herab.

Vorteile der Einphasenpillen:

  • Einfache Einnahme
  • Gleichbleibender Hormonspiegel
  • Großes Zeitfenster beim vergessen einer Pille

Liste mit Einphasenpillen:

Es gibt viele verschiedene Einphasenpräparate, die jeweils andere Hormone miteinander kombinieren. Als Östrogen wird dabei fast immer Ethinylestradiol verwendet. Hierbei handelt es sich um ein Schwangerschaftshormon, das dem körpereigenem Estradiol sehr ähnelt. Die gängigsten Gestagene von Einphasenpillen sind Levonorgestrel und Norethisteron.

Verfügbare Einphasenpillen:

Nicht verfügbare Einphasenpillen: Aida | Aristelle | Belara | Bellissima | BonaDea | Brevinor | BiNovum | Ceida | Cilest | Chariva | Conceplan M | Daylette |  Damara | Dienovel | Enriqa | Eve 20 |  Evaluna | Georgette | Kleodina | Leios | Leona | Lilia | Loestrin | Femovan | Femikadin | Madinette | Maitalon | Marvelon | Mayra | Maxim | Milvane | Minette | Minisiston | Miranova | Mona Hexal | Monostep | Neo-Eunim | Nova Step | Petibelle | Sibilla | Solera | Trigoa | Trisiston | Valette | Velafee | Yara | Yasminelle |

Einphasenpillen gehören zu den kombinierten Präparaten, also zu den Antibabypillen, die ein Östrogen und ein Gestagen enthalten. Die sogenannten Kombinationspillen können in Mehrphasen– und Einphasenpräparate unterteilt werden. Als Einphasenpille bezeichnet man dabei Pillen, bei denen alle Tabletten die gleiche Hormonzusammensetzung vorweisen. Bei den mehrphasigen Pillen verändern sich hingegen die Hormone je nach Einnahmewoche.

Zu den Vorteilen der Einphasenpillen zählen der hohe Schutz vor einer Schwangerschaft und die einfache Einnahme. Normalerweise werden einphasige Antibabypillen 21 Tage hintereinander eingenommen, worauf dann eine einwöchige Pause folgt. Diese Art der Antibabypillen eignet sich aber auch für einen Langzeitzyklus.

Sie können die Einphasenpräparate also durchnehmen, um Ihre Periode zu verschieben. 

Einphasenpräparate – Die Unterschiede zu anderen Antibabypillen

Die einphasigen, wie auch die mehrphasigen Antibabypillen gehören zu den Kombinationspräparaten. Das bedeutet, dass diese beiden Sorten von Pillen sowohl ein Estrogen als auch ein Gestagen als Wirkstoff enthalten. Dem gegenüber stehen die sogenannten Minipillen, welche nur ein Gestagen verwenden.

[box type=“info“]Die meisten kombinierten Pillen weisen ein etwas höheren Schwangerschaftsschutz auf als die herkömmlichen Minipillen. Dafür fällt aber das Risiko für Nebenwirkungen bei den Minipillen ein wenig geringer aus.[/box]

Allerdings enthalten die Kombinationspräparate mittlerweile eine deutlich geringe Menge an Östrogenen als früher. Dadurch ist auch das Risiko für Nebenwirkungen signifikant gesunken. Liegt die Östrogen-Menge einer Antibabypille bei 50 Mikrogramm pro Dragee oder weniger, so spricht man auch von einer Mikropille. Da heutzutage ein Östrogengehalt von maximal 40 Mikrogramm üblich ist, können die beiden Begriffe Mikropille und Kombinationspille jedoch synonym genutzt werden.

Bei Mehrphasenpillen (Zweiphasenpille, Dreiphasenpräparate etc.) besitzen die Tabletten einer Packung unterschiedliche Hormone und Hormondosen. So enthalten etwa die sieben ersten Tabletten von einem Zweiphasenpräparat nur ein Östrogen und die restlichen 14 eine Kombination aus einem Östrogen und einem Gestagen. Im Gegensatz dazu enthalten alle Tabletten einer Packung von Einphasenpillen exakt die gleiche Wirkstoffzusammensetzung.

Einphasenpillen – Vorteile und Nachteile

Einphasenpillen sind sehr einfach in ihrer Einnahme, weshalb auch das Risiko für Einnahmefehler geringer ausfällt. Bei dieser Art der Pille ist es unter anderem möglich, eine vergessene Tablette noch Stunden später einzunehmen, ohne das die schwangerschaftsverhütende Wirkung beeinträchtigt wird. Außerdem ist es hierbei egal, welche Pille an welchem Tag eingenommen wird.

Im Gegensatz dazu müssen Mehrphasenpillen aufgrund der unterschiedlichen Hormondosen immer exakt nach Angaben eingenommen werden. Somit gehören die einfache Einnahme und die damit zusammenhängende geringe Fehlerquote zu den wichtigsten Vorteilen von Einphasenpräparaten. Dafür ahmen Zweiphasenpillen, Dreiphasenpräparate und Vierphasenpillen den weiblichen Zyklus naturgetreuer nach.

Einphasige Antibabypille – Wirkung, Anwendung und Einnahme

Eine Packung einer Einphasenpille enthält in der Regel 21 Tabletten. Dementsprechend wird auch über einen Zeitraum von 21 Tagen täglich eine Tablette eingenommen. Sie können die Pillen zur Erleichterung mit etwas Wasser herunter schlucken, sollten diese jedoch nicht zerkauen.

Nach diesen drei Wochen folgt normalerweise eine siebentägige Einnahmepause. Hierbei kommt es meistens zu einer sogenannten Abbruchblutung, also einer Blutung, die der Periode ähnelt. Fangen Sie am achten Tag bzw. am ersten Tag nach der einwöchigen Pause mit einem neuen Blisterstreifen der Mikropille fort. Sie sollten die Einnahme auch dann fortsetzen, wenn die Blutung weiterhin anhält.

Oftmals sind die einzelnen Tabletten der Kombinationspillen mit einem Wochentag gekennzeichnet. Dadurch können Sie sich immer vergewissern, ob Sie die Pille an einem Tag bereits eingenommen haben oder nicht. Entnehmen Sie dafür am ersten Tag der Anwendung eine Tablette mit der entsprechenden Kennzeichnung: also z. B. „Mo“ für Montag. Anschließend können Sie immer die in Pfeilrichtung nächste Pille verwenden.

Kann ich die Einphasenpille durchnehmen? Der Langzeitzyklus

Ja, Einphasenpillen, die niedrig dosiert sind, eignen sich für den sogenannten Langzeitzyklus. Da so gut wie alle Kombinationspillen mittlerweile niedrig dosiert sind, können Sie theoretisch auch fast alle Einphasenpräparate durchnehmen. Dadurch können Sie Ihre Periode verschieben und unangenehme Begleiterscheinungen vermeiden.

Einphasige Mikropillen, die sich für den Langzeitzyklus eignen, sind zum Beispiel die Belara, die Yasminelle oder die Valette. Um die Monatsblutung zu verschieben, können Sie einfach die Einnahmepause auslassen und stattdessen direkt mit einer neuen Packung beginnen. Besprechen Sie dies jedoch zuvor unbedingt mit Ihrem Gynäkologen.

Risiken & Nebenwirkungen von Einphasenpillen

Wie bei allen Antibabypillen, so kann es auch bei Einphasenpillen zu Nebenwirkungen kommen. Bei Kombinationspräparaten, also Antibabypillen, die auch ein Östrogen enthalten, ist vor allem das erhöhte Thromboserisiko zu nennen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Einphasenpillen zählen zum Beispiel Spannungsgefühle in den Brüsten, Kopfschmerzen und Zwischenblutungen. Einige Anwenderinnen berichten auch über eine leichte Übelkeit und eine abgeschwächte Libido. Solche Beschwerden sind aber meistens nur vorübergehend und legen sich wieder, sobald der Körper sich an die Hormonumstellung gewöhnt hat.

Darüber hinaus kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Diese Art der Antibabypille eignet sich außerdem nicht während der Stillzeit. Lesen Sie sich daher die Packungsbeilage gründlich durch, bevor Sie ein Einphasenpräparat kaufen.

Wie sicher sind Einphasenpillen? Der Pearl-Index

Der sogenannte Pearl-Index von einphasigen Mikropillen liegt bei 0,1 bis 0,9. Das bedeutet, dass von 1000 Anwenderinnen, die ein Einphasenpräparat nutzen, etwa eine bis neun dennoch schwanger werden. Die hohen Schwankungen sind dabei auf womöglich Einnahmefehler zurückzuführen. Verglichen dazu liegt der Pearl-Index von herkömmlichen Minipillen bei 4,1. Einphasenpillen bieten also, bei korrekter Anwendung, einen sehr hohen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft.

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