Kindersterblichkeit: Viele Todesfälle könnte man verhindern

Im Jahr 1990 starben laut UNO weltweit 12,7 Millionen Kinder, die das fünfte Lebensjahr noch nicht erreicht hatten. Im Vergleich dazu sind es dieses Jahr voraussichtlich nur noch 5,9 Millionen Kinder – weniger als die Hälfte von 1990. Die Kindersterblichkeit sinkt also rapide, was vor allem dem technischen und medizinischen Fortschritt zu verdanken ist. Außerdem hat sich die medizinische Versorgung auch in Entwicklungsländern verbessert, in denen die Sterberate früher noch deutlich höher war als in Deutschland.

UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation, die Weltbank und die UNO sind sich allerdings sicher, dass immer noch viele Kindstode mit einfachen Mitteln verhindert werden können. Das eigentliche Ziel war, die Sterberate von Kindern bis zu diesem Jahr um 2/3 zu senken und nicht nur um knapp über 50%. Dennoch kann man stolz auf die bisherige Entwicklung sein und zukünftig an dieser Entwicklung anknüpfen.

Welche Ursachen gibt es für Kindstode?

Zwar geht es in der Statistik hauptsächlich um Kinder, die das fünfte Lebensjahr noch nicht erreicht haben, jedoch sterben die meisten Kinder innerhalb ihres ersten Monats. In Zahlen ausgedrückt sind das 45%. Problematisch sind dabei Faktoren wie eine zu frühe Geburt, Unterernährung, Malaria, Lungenembolien, Durchfall und Blutvergiftungen.

Nicht verwunderlich ist dabei, dass die Sterberate vor allem in Afrika und Asien sehr hoch ist, wo sich die medizinische Versorgung zwar in den letzten Jahrzehnten verbessert hat, jedoch noch nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar ist. Zur Verdeutlichung: In Deutschland sterben lediglich 3 von 1.000 Kindern, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen. Im Tschad in Zentralafrika sind es 85 von 1.000 Kindern.

Was kann man tun, um die Sterblichkeit weiter zu senken?

Wissenschaftler empfehlen vor allem die finanzielle Unterstützung von Entwicklungsländern, sodass die medizinische Versorgung weiter verbessert wird. Abwehrmaßnahmen gegen Mücken und Moskitos, die Betreuung von Schwangeren und Impfungen seien die besten Maßnahmen, die am meisten Nutzen bringen würden.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich die medizinische Versorgung weltweit in den nächsten 20 bis 25 Jahren verbessern wird. Wir sind uns sicher, dass eine Halbierung der Kindstode ein mögliches Ziel sein können.

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