Mehrphasenpille (Liste)

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen erklären was eine Mehrphasenpille ist. Eine Mehrphasenpillen simuliert den natürlichen Zyklus, denn die Hormondosis ändert sich im Laufe der Einnahme.

Mehrphasenpillen eignen sich besonders für erfahrene Anwenderinnen die keine Probleme damit haben, die Tabletten sehr genau einzunehmen.

Vorteile von Mehrphasenpillen:

  • Simuliert den natürlichen Zyklus
  • Geringere hormonelle Belastung

Aktuell ist leider keine Mehrphasenpillen über die Online Klinik verfügbar.

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Die Mehrphasenpillen, wie auch die Einphasenpillen, zählen zu den Kombinationspräparaten, also zu den Pillen mit einem Gestagen und einem Östrogen. Währen einphasige Pillen jedoch stets die gleiche Hormonzusammensetzung aufweisen, verändert sich diese bei den mehrphasigen Präparaten je nach Einnahmewoche. Das bedeutet, dass die Tabletten einer Packung der Mehrphasenpräparate eine unterschiedliche Wirkstoffzusammensetzung aufweisen und der Hormonspiegel sich während Einnahme verändert.

Somit ahmen Mehrphasenpillen den weiblichen Zyklus naturgetreuer nach als andere Antibabypillen. Allerdings ist dadurch auch das Risiko von Einnahmefehlern etwas höher. Mehrphasige Pillen müssen nämlich streng nach Anweisung eingenommen werden. Anderenfalls kann die empfängnisverhütende Wirkung leicht eingeschränkt werden. Somit eignet sich diese Art der Verhütungspille eher für erfahrene Anwenderinnen, die kein Problem damit haben, die Einnahmeanweisungen exakt zu befolgen.

Zu den mehrphasigen Präparaten zählen die Zweiphasenpillen, Dreiphasenpillen und Vierphasenpillen. Neben den Einphasenpräparaten, die ebenfalls zu den Kombinations- bzw. Mikropillen zählen, gibt es außerdem noch die sogenannte Minipille.

Mehrphasenpille – Unterschiede zu anderen Pillenarten

Antibabypillen lassen sich insgesamt in Minipillen und Kombinationspillen einteilen. Die Minipille enthält dabei lediglich ein Gestagen. Kombinationspillen setzen sich hingegen aus einem Östrogen und einem Gestagen zusammen.

Liegt die Östrogendosis einer Antibabypille bei unter 50 Mikrogramm, was heutzutage so gut wie immer der Fall ist, so spricht man auch von einer Mikropille. Mehrphasenpillen und Einphasenpillen enthalten sowohl Gestagene als auch Östrogene und zählen daher zu den Kombinationspräparaten und in der Regel auch zu den Mikropillen.

Die kombinierte Antibabypille wird auch als klassische Pille bezeichnet. Denn auch die erste Pille, die in den 1960er Jahren auf den Markt kam, kombinierte ein Östrogen mit einem Gestagen. Diese Sorte der Pillen ist auch die am weitesten verbreitete und beliebteste. 

Die Minipille wird hingegen meist nur dann verschrieben, wenn eine Frau aus medizinischen Gründen kein Östrogen zu sich nehmen sollte. Das ist beispielsweise bei einer Östrogenunverträglichkeit oder während der Stillzeit der Fall.

Die klassischen, kombinierten Pillen haben einen sehr hohen Schwangerschaftsschutz und sind auch unkomplizierter in der Anwendung. Letzteres ist insbesondere bei den Einphasenpillen, bei denen jede Tablette die gleiche Menge an Hormonen (15 μg bis 35 μg) enthält, der Fall.

Bei den Mehrphasenpillen verändert sich die Wirkstoffzusammensetzung jedoch von Woche zu Woche. So enthalten Zweiphasenpillen beispielsweise in der ersten Woche nur ein Östrogen und später dann sowohl ein Gestagen als auch ein Östrogen. Auch beim natürlichen Zyklus verändern sich die Hormone im Laufe des Monats. Je mehr Phasen eine Pille hat, desto naturgetreuer wird daher auch der weibliche Zyklus nachgeahmt.

Die Zweiphasenpille (Sequenzpille oder 2-Phasen-Pille)

Zweiphasenpillen, auch 2-Phasenpillen oder Sequenzpillen, sind Kombinationspillen, bei denen sich die Wirkstoffzusammensetzung während der Einnahme verändert. Die Kombination der Wirkstoffe ist hierbei der natürlichen Periode nachempfunden und wird in zwei Phasen abgebildet.

Die Wirkstoffzusammensetzung von 2-Phasen-Präparaten:

  • Erste Phase (7 Tage): Die ersten sieben Tabletten einer Packung enthalten nur ein Östrogen als Wirkstoff.
  • Zweite Phase (14 Tage): Die darauf folgenden 14 Tabletten setzen sich hingegen aus einer Kombination eines Gestagens mit einem Östrogen zusammen.

Aus diesem Grund ist es auch wichtig, die Reihenfolge der Pillen genau einzuhalten. Allerdings sind die Tabletten, je nach Hormonzusammensetzung, auch anders gefärbt. Das erleichtert die Einnahme und vermindert das Risiko von Einnahmefehlern.

Früher wurde angenommen, dass 2-Phasen-Präparate besser verträglich sind als die 1-Phasen-Pillen. Dies konnte jedoch in nachfolgenden Studien nicht belegt werden. Sowohl die Art als auch die Häufigkeit von unerwünschten Begleiterscheinungen ist mit denen der 1-Phasen-Präparate zu vergleichen.

Der sogenannte Pearl-Index von Zwei-Phasen-Pillen liegt bei 0,2 bis 0,9. Das bedeutet, dass von 1000 Frauen, die eine Zweiphasenpille verwenden, 2 bis 9 dennoch schwanger werden. Die großen Schwankungen sind dabei auf womögliche Einnahmefehler zurückzuführen.

Dreiphasenpillen (3-Phasen-Pillen)

Bei den 3-Phasen-Pillen ist die Hormonzusammensetzung dem natürlichen Zyklus noch genauer angepasst. Ihr Pearl-Index liegt bei 0,1 bis 0,5 und wird als sehr sicher eingestuft.

Die Tabletten sind dabei je nach Phase wie folgt zusammengesetzt:

  • Erste Phase (6 Tage): Die ersten sechs Tabletten der Dreiphasenpräparate enthalten eine Kombination aus Gestagen und Östrogen.
  • Zweite Phase (5 bis 6 Tage): In der zweiten Phase erhöht sich die Dosis der genannten Hormone.
  • Dritte Phase (9 bis 10 Tage): Während der dritten Phase wird die Östrogenmenge reduziert. Gleichzeitig wird das Gestagen weiter erhöht.

Auch hierbei sind die verschiedenen Pillen zur Erleichterung der Einnahme je nach Wirkstoff unterschiedlich gefärbt.

Vierphasenpillen (4-Phasen-Pillen)

Neben den Zweiphasenpillen und den Dreiphasenpillen stehen mittlerweile auch 4-Phasen-Pillen zur Verfügung. Diese Pillensorte ist noch sehr neu. Aus diesem Grund existieren auch noch keine zuverlässigen Studien.

Der Pearl-Index wird derzeit auf 0,8 eingestuft. Es wird außerdem angenommen, dass die Vierphasenpräparate ein geringeres Thromboserisiko aufweisen als andere Antibabypillen.

Die Zusammensetzung der Pillen ist wie folgt:

  • Erste Phase: Die ersten zwei Tabletten enthalten nur ein Östrogen.
  • Zweite Phase: Die darauf folgenden Tabletten setzen sich aus einem Gestagen und einem etwas geringer dosiertem Östrogen zusammen.
  • Dritte Phase: Während der zweiten und dritten Zykluswoche steigt die Gestagendosis noch weiter an. Diese bleibt dann bis zum 24. Zyklustag gleich.
  • Vierte Phase: Es folgen zwei Tabletten mit einer sehr geringen Östrogendosis. Daraufhin werden 2 wirkstofffreie Pillen (Placebo-Tabletten) eingenommen, damit die Routine nicht unterbrochen wird.

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