Über optionale Untersuchungen während der Schwangerschaft

Die Zeit der Schwangerschaft ist eine ganz besondere Periode im Leben einer Frau – und natürlich auch ihres Mannes. Eltern möchten in dieser Zeit alles richtig machen und nehmen daher so viele Chancen wie möglich wahr, um für die Gesundheit des ungeborenen Kindes zu sorgen. Dabei sprechen wir nicht nur von Schwangerschaftskursen, sondern vor allem von ärztlichen Untersuchungen.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass 99% aller Frauen mehr Untersuchungen an sich vornehmen lassen, als eigentlich empfohlen werden. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Ergebnisse einer Studie der Bertelsmann-Stiftung an der circa 1.300 Mütter teilgenommen haben.

Werden in Deutschland wirklich viel zu viele Leistungen für werdende Mütter in Anspruch genommen? Muss das sein oder handelt es sich dabei um vergebene Liebesmühe? 

Was besagen die Mutterschaftsrichtlinien?

Die Mutterschaftsrichtlinien wurden vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen veröffentlicht. Sie regeln die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und bei der Entbindung.

Insgesamt sind zwölf Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen, wobei drei Ultraschalluntersuchungen enthalten sind. Des Weiteren wird das Gewicht, der Urin und das Blut der schwangeren Frau überprüft, um den Gesundheitszustand abzuchecken.

Welche optionalen Leistungen werden beansprucht?

Die Palette an optionalen Leistungen, die Schwangere in Anspruch nehmen können, ist relativ vielfältig. So werden neben normalen Ultraschalluntersuchungen häufig auch 4D-Ultraschalls angeboten. Außerdem werden recht häufig vaginale Abstriche genommen, um das Scheidenmilieu im Bezug auf gefährliche Bakterien zu untersuchen und es werden kardiotokografische Untersuchungen (kurz: CTG) durchgeführt, bei denen die Herztöne des Kindes abgehorcht werden.

Frauen, die es alternativ mögen, setzen zudem auf eine spezielle Akupunktur, die den Körper auf die Geburt vorbereiten soll.

Die Vor- und Nachteile von optionalen Untersuchungen

Wir möchten schwangeren Frauen mit diesem Artikel natürlich keine Untersuchungen ausreden. Es ist jedoch relativ klar, dass viele der ärztlichen Untersuchungen bei einer normal-verlaufenden Schwangerschaft nicht sein müssen.

Der vaginale Abstich bildet dabei eine Ausnahme. Gefährliche Bakterien im Scheidenmilieu sind eine tatsächliche Gefahr, da sie zu einer Blutvergiftung im Körper des ungeborenen Kindes führen können. Es wird überlegt, ob diese Untersuchung in die Mutterschaftsrichtlinien einbezogen werden soll.

In den meisten Fällen dienen die Untersuchungen jedoch lediglich dem Gewissen der Eltern, da sie alles menschenmögliche für ihr ungeborenes Kind getan haben möchten. Schließlich könnte es sein, dass während der Geburt doch etwas schief läuft. In diesem Fall würde man sich nicht verzeihen können, wenn man eine Untersuchung ausgelassen hat, die vielleicht auf dieses Problem hingewiesen hätte.

Quellenangabe

Die Quelle für diesen Artikel war spiegel.de.

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