Yasmin Pille über das Internet erhalten – funktioniert das?

Viele Frauen, die regelmäßig die Pille einnehmen, halten es eigentlich für absolut überflüssig, jedes Quartal zu ihrem Arzt zu gehen, um sich die Pille erneut verschreiben zu lassen. Es handelt sich dabei zwar lediglich um einen formalen Akt, denn zahlreiche Frauen nehmen ein und die gleiche Antibabypille über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinweg ein. Da in Deutschland allerdings eine Verschreibungspflicht gilt, ist es notwendig, jedes Mal ein Rezept abzuholen, um die Antibabypille in der Apotheke zu erhalten.

Mittlerweile gibt es allerdings eine gute Alternative, nämlich die sogenannte Ferndiagnose. Damit können Sie beispielsweise die Yasmin Pille über das Internet erhalten, sodass Sie nicht für jede Verschreibung Ihren Hausarzt oder Gynäkologen aufsuchen müssen.

Wir möchten Sie im folgenden Beitrag über diese Variante informieren und zudem erläutern, worum es sich bei der beliebten Antibabypille Yasmin handelt, wie diese wirkt und was Sie bezüglich etwaiger Nebenwirkungen und Gegenanzeigen wissen sollten.

Worum handelt es sich bei der Ferndiagnose?

Zunächst einmal möchten wir das System der Ferndiagnose etwas näher erläutern, denn bei Weitem nicht alle Frauen, welche regelmäßig eine Antibabypille nehmen, sind damit vertraut. Grundsätzlich ist es bei Antibabypillen so, dass Sie zunächst ein vom Arzt ausgestelltes Rezept benötigen, um die Pille anschließend in der Apotheke zu erhalten. Im Regelfall suchen Sie daher entweder Ihren Hausarzt oder Ihren Gynäkologen auf, der Ihnen das benötigte Rezept vor Ort ausstellt.

Die Ferndiagnose basiert auf einem ganz ähnlichen Prinzip, nur dass der gesamte Vorgang online und nicht vor Ort abläuft. Grundsätzlich gibt es insbesondere die folgenden Gemeinsamkeiten zwischen der Ferndiagnose und der gewöhnlichen Ausstellung des Rezeptes bei Ihrem Hausarzt:

  • Rezept wird von einem in der EU zugelassenen Arzt ausgestellt
  • Apotheke, von der Sie die Pille bekommen, ist ebenfalls in der EU registriert
  • es handelt sich um Original-Medikamente
Yasmin Pille auch über Internet erhalten

© Brigitte Meckle / Fotolia

Der Vorgang der Ferndiagnose sieht so aus, dass Sie sich zunächst bei einem entsprechenden Dienstleister anmelden, beispielsweise bei MediPalast. Dort füllen Sie online einen kurzen Fragebogen aus, sodass der Arzt weiß, ob er die Ausstellung des Rezeptes für die Yasmin Pille verantworten kann. Meistens wird das der Fall sein, sodass der Mediziner per Ferndiagnose feststellen kann, dass diese Antibabypille für Sie geeignet ist. Dieses Rezept wird anschließend an eine Apotheke weitergeleitet, sodass Sie die Yasmin Pille schon kurz Zeit später per Post erhalten.

Wichtig ist, dass Sie sich unbedingt für einen seriösen Anbieter entscheiden. Leider gibt es nämlich im Internet nach wie vor Medikamentenfälschungen, die teilweise sehr gefährlich sein können. Versendet werden diese Fälschungen von illegalen Händlern, die weder mit in der EU zugelassenen Ärzten noch innerhalb der Europäischen Union registrierten Apotheken zusammenarbeiten, sodass das Risiko von Fälschungen äußerst hoch ist.

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Worum handelt sich bei der Antibabypille Yasmin?

Die Yasmin Pille zählt zu den beliebtesten und gleichzeitig am häufigsten verschriebenen Antibabypillen überhaupt. Sie bietet einen Schwangerschaftsschutz, der bei über 99 Prozent liegt und es handelt sich bei Yasmin um eine sogenannte Mikropille. Dies bedeutet, dass der Hormonwirkstoff vergleichsweise gering ist.

Besonders beliebt ist die Yasmin Pille bei jungen Frauen, was insbesondere daran liegt, dass der Schwangerschaftsschutz sogar dann noch vorhanden ist, wenn Fehler bei der Einnahme gemacht wurden.

Dies gilt allerdings natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, aber dennoch bevorzugen deshalb insbesondere Frauen die Antibabypille, die noch nicht viele Erfahrung mit dieser Verhütungsmethode haben. Yasmin ist ein sogenanntes Kombinations-Präparat, das die zwei Hormone Gestagen und Östrogen enthält.

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Wie ist Yasmin anzuwenden und wie wirkt die Pille?

Die Wirkung der Yasmin Pille, die Sie auch per Ferndiagnose über das Internet erhalten können, basiert auf den zwei weiblichen Geschlechtshormonen Gestagen und Östrogen. Wie nahezu jede andere Antibabypille auch, so wirkt Jasmin ebenfalls auf mehrfache Art und Weise. In der Übersicht sind es im Detail die folgenden Wirkungsmechanismen:

  • Schwankung der Hormonkonzentration wird verhindert, sodass kein Eisprung stattfindet
  • Gebärmutterschleimhaut wird in ihrer Zusammensetzung verändert, sodass Spermien sich deutlich schlechter fortbewegen können
  • Ei kann sich nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten

Insgesamt besteht bei der Yasmin Pille also ein dreifacher Schwangerschaftsschutz. Zunächst einmal wird in über 90 Prozent der Fälle erst gar keine Eizelle gebildet. Sollte dies dennoch geschehen, sorgt der dritte Wirkungsmechanismus dafür, dass sich das Ei nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann. Dazwischen geschaltet ist die zweite Sicherheitsstufe, die darin besteht, dass sich die Spermien nur noch schwer fortbewegen können und somit nur noch eine geringe Gefahr besteht, dass sie überhaupt zu Eizelle vordringen können.

Die Anwendung von Yasmin sieht vor, dass Sie die Antibabypille innerhalb der ersten 21 Zyklustage einnehmen. Dabei ist es wichtig, täglich eine Tablette zu nehmen. Dies sollte möglichst zur gleichen Uhrzeit geschehen, jedoch bleibt die Wirkung auch dann noch bestehen, falls Sie die Einnahme einmal vergessen, dies allerdings innerhalb von zwölf Stunden bemerken und die Tablette anschließend zu sich nehmen. Auf der Blister-Verpackung sind die Pillen zu jedem Wochentag gekennzeichnet, was eine gute Einnahmehilfe ist. Nach der Einnahmedauer findet eine Pause von sieben Tagen statt, bis der nächste Einnahmezyklus startet.

Welche Nebenwirkungen können bei der Yasmin Pille auftreten?

Unabhängig davon, ob Sie die Yasmin Pille im Internet bestellen und dabei das System der Ferndiagnose nutzen oder sich ein Rezept bei Ihrem Hausarzt besorgen, um die Antibabypille anschließend in der Apotheke vor Ort zu holen: Es besteht immer die Möglichkeit, dass auch beim Originalmedikament Nebenwirkungen auftreten. Manche dieser unerwünschten Nebenwirkungen, die nach der Einnahme der Yasmin Antibabypille auftreten können, sind sogar relativ häufig, nämlich:

  • Übelkeit
  • Kopfschmerz
  • Migräne
  • Stimmungsschwankungen
  • Brustschmerzen
  • verändertes Scheidensekret
  • Störungen beim Zyklus
  • Zwischenblutungen

Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Nebenwirkungen, die gelegentlich, selten oder auch sehr selten auftreten, wie zum Beispiel Juckreiz, Akne, Gewichtsveränderung, Wassereinlagerungen, Bluthochdruck, Asthma, Schwerhörigkeit sowie Sektret aus den Brustwarzen. Die zuletzt genannten Nebenwirkungen sind allerdings selten bzw. sehr selten, sodass in der Regel maximal eine von 10.000 bzw. 100.000 Frauen davon betroffen ist.

Welche Gegenanzeigen sind zu beachten?

Wie bei jedem verschreibungspflichtigen Medikament, so gibt es auch bei der Antibabypille Yasmin einige Gegenanzeigen, die Sie beachten sollten. Diese sogenannten Kontraindikationen führen dazu, dass die Pille entweder gar nicht nehmen dürfen oder Sie dies zumindest ausdrücklich mit Ihrem Arzt besprechen und sich die Genehmigung einholen, dass Sie diese spezielle Antibabypille doch verwenden dürfen. Zu den klassischen Gegenanzeigen, die Sie bei der Yasmin Pille beachten sollten, gehören:

  • Erhöhtes Thromboserisiko
  • Raucherinnen
  • Blutgerinnsel diagnostiziert
  • Bestehende Schwangerschaft
  • Während der Stillzeit
  • Allergie gegen Inhaltsstoffe

Fazit: Yasmin Pille im Internet per Ferndiagnose bestellen möglich

Die Yasmin Pille ist eine der beliebtesten Antibabypillen überhaupt. Sie können diese Pille nicht nur in der Apotheke vor Ort auf Grundlage eines Rezeptes besorgen, welches Ihr Hausarzt oder Gynäkologe Ihnen ausstellt. Darüber hinaus besteht ein weiterer – übrigens vollkommen legaler Weg – darin, das System der sogenannten Ferndiagnose zu nutzen. Bei seriösen Anbietern erhalten Sie die Yasmin Pille genauso als Originalmedikament, wie Sie es von Ihrer Apotheke vor Ort gewohnt sind. Achten sollten Sie allerdings auf jeden Fall darauf, dass der Anbieter seriös ist, für den Sie sich entscheiden. Es kursieren nämlich leider auch im Bereich der Antibabypillen einige Fälschungen und gepanschte Medikamente, die von unseriösen Händlern vertrieben werden.

 

Bildquelle: #46471594 – © Brigitte Meckle – Fotolia.com

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