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Pille bei Endometriose

Endometriose ist für viele Frauen eine stille Last, die oft erst spät erkannt wird, obwohl sie den Alltag massiv einschränken kann.

Wenn du dich fragst, ob die Antibabypille dir dabei helfen kann, die quälenden Schmerzen und Krämpfe endlich in den Griff zu bekommen, bist du hier genau richtig.

Wir schauen uns an, was wirklich hilft, welche Pillen bei Endometriose sinnvoll sind und worauf du bei der Einnahme achten musst. Außerdem nennen wir natürlich auch seriöse Anbieter ohne Zwang-Abo.

Über das Inhaltsverzeichnis kannst du direkt zu den Punkten springen, die dich am meisten interessieren. ✅

Bild von Julia Dernbach
Julia Dernbach

Freiberufliche Medizinautorin mit über 20 Jahren Erfahrung im Bereich der Telemedizin.
Aktualisiert: 11. Dezember 2025

Inhalte:
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    Pille Endometriose

    Warum Hormone helfen können

    Um zu verstehen, wie die Pille wirkt, müssen wir kurz schauen, was bei Endometriose im Körper passiert. 💡

    Normalerweise kleidet die Schleimhaut nur die Gebärmutter aus, aber bei dieser Erkrankung wächst ähnliches Gewebe auch an anderen Stellen, wie den Eierstöcken oder dem Darm. Das Problem dabei ist, dass dieses Gewebe genau wie deine Gebärmutterschleimhaut auf deinen monatlichen Hormonzyklus reagiert.

    Es blutet also mit, kann aber nicht abfließen, was zu Entzündungen und starken Schmerzen führt.

    ➡️ Hier kommt die Pille ins Spiel.

    Da die meisten Antibabypillen den natürlichen Zyklus unterdrücken und den Hormonspiegel stabilisieren, bekommt das versprengte Gewebe quasi kein „Futter“ mehr. Das Wachstum der Endometrioseherde wird gebremst oder sogar gestoppt.

    Viele Frauen berichten deshalb, dass durch die Einnahme nicht nur die Schmerzen deutlich weniger werden, sondern auch der Alltag wieder lebenswerter wird.

    Welche Pille ist die richtige Wahl?

    Es gibt nicht „die eine“ Pille, die für jede Frau mit Endometriose perfekt funktioniert, aber es gibt Wirkstoffe, die sich besonders bewährt haben. In Deutschland sind herkömmliche Antibabypillen oft gar nicht speziell für die Behandlung von Endometriose zugelassen, sondern werden im sogenannten „Off-Label-Use“ verschrieben. Das bedeutet, der Arzt nutzt die positive Nebenwirkung des Verhütungsmittels für deine Therapie.

    Besonders häufig setzen Ärzte auf Pillen mit dem Gestagen Dienogest. Dieser Wirkstoff sorgt sehr effektiv dafür, dass sich die Schleimhaut kaum aufbaut.
    Zu den Pillen, die entweder Dienogest oder eine hilfreiche Kombination enthalten und oft verschrieben werden, gehören unter anderem:
    Wichtig:

    Auch wenn diese Pillen oft gute Ergebnisse liefern, reagiert jeder Körper anders. Während die eine Frau mit der Valette super zurechtkommt, hilft bei einer anderen vielleicht eher ein reines Gestagen-Präparat.

    Unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten

    Neben der klassischen Kombi-Pille (die Östrogen und Gestagen enthält) gibt es noch andere hormonelle Wege.

    Sehr oft wird Dienogest als Einzelpräparat eingesetzt, etwa in Medikamenten, die speziell für Endometriose gedacht sind (wie die Visanne).

    Da hier kein Östrogen enthalten ist, wird der Eisprung meist unterdrückt und die Blutung bleibt oft ganz aus, was für Schmerzpatientinnen eine große Erleichterung sein kann.

    In sehr schweren Fällen oder wenn andere Mittel nicht wirken, greifen Ärzte manchmal zu sogenannten GnRH-Analoga. Diese werden oft als Spritze oder Nasenspray verabreicht und versetzen den Körper künstlich in die Wechseljahre.

    Da das aber starke Nebenwirkungen haben kann, macht man das meist nur über einen begrenzten Zeitraum von drei bis sechs Monaten.

    Pillenpause oder durchnehmen?

    Früher war es üblich, die Pille 21 Tage zu nehmen und dann eine Pause zu machen, in der die Blutung einsetzt. Wenn du unter Endometriose leidest, ist diese Pause oft genau das, was du nicht willst. Denn die Blutung kann die Endometrioseherde wieder reizen und neue Schmerzen auslösen.

    Deshalb raten viele Experten dazu, die Pille im sogenannten Langzyklus einzunehmen. Das heißt, du nimmst sie ohne Pause durch.

    Dadurch bleibt der Hormonspiegel konstant, die Blutung bleibt aus und die Endometriose wird ruhiggestellt. Ob das für dich infrage kommt, besprichst du am besten direkt mit deinem Frauenarzt.

    Wann tritt eine Besserung ein?

    Geduld ist hier leider gefragt. Wenn du mit der Einnahme beginnst, verändert sich dein Körper nicht von heute auf morgen. Es kann durchaus drei bis sechs Monate dauern, bis sich der Hormonhaushalt so eingependelt hat, dass du eine deutliche Linderung spürst. Gib also nicht zu früh auf, wenn die Schmerzen in den ersten Wochen noch da sind.

    Solltest du allerdings nach einem halben Jahr immer noch keine Besserung merken oder unter starken Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen leiden, ist es Zeit, das Präparat zu wechseln.

    Wer übernimmt die Kosten?

    Das Thema Kosten ist bei Endometriose oft ein Streitpunkt. Reine Endometriose-Medikamente mit dem Wirkstoff Dienogest werden in der Regel von der Krankenkasse bezahlt, da sie dafür zugelassen sind.

    Wenn du aber eine normale Antibabypille wie die Maxim oder die Belara nutzen möchtest, weil du gleichzeitig verhüten willst, stellen sich manche Kassen quer. Da diese Pillen offiziell zur Verhütung und nicht als Schmerzmittel gelten, musst du sie oft selbst zahlen.

    In manchen Fällen kann dein Arzt aber eine Begründung an die Krankenkasse schreiben, warum genau diese Pille medizinisch notwendig ist. Es lohnt sich also, hier nachzuhaken. 💰

    Seriöse Anbieter

    Wenn du einmal gut eingestellt bist, musst du für dein Folgerezept nicht jedes Mal im Wartezimmer Platz nehmen. Dank der Telemedizin kannst du dein Rezept auch ganz legal online anfragen.
    Hierbei füllst du einen medizinischen Fragebogen aus, den ein echter Arzt prüft. Passt alles, wird das Rezept direkt an eine Versandapotheke übermittelt und das Medikament kommt zu dir nach Hause. 📦

    Wir raten dir dringend, nur bei zertifizierten Anbietern zu bestellen. Es gibt leider viele schwarze Schafe im Netz.

    Wir haben gute Erfahrungen mit zwei großen Anbietern gemacht, die transparent arbeiten und vor allem keine versteckten Abo-Modelle nutzen. Du bestellst dort nur, wenn du es wirklich brauchst. Sicherheit und Original-Medikamente stehen hier an erster Stelle. 🔐

    DoktorABC
    DoktorABC hat knapp 10 Jahre Erfahrung in der Branche. Hier kannst du optional ein Abo wählen, musst es aber nicht! Rezeptgebühren werden vor der Bestellung angezeigt. Ein großer Vorteil ist die große Auswahl von etwa 100 Antibabypillen.
    TOP

    Fazit

    Endometriose ist komplex, aber die Pille kann ein sehr mächtiges Werkzeug sein, um dir Lebensqualität zurückzugeben. Durch die Stabilisierung der Hormone und das Unterdrücken der Blutung – besonders im Langzyklus – kommen die schmerzhaften Herde zur Ruhe.

    Ob für dich eine Kombi-Pille wie die Valette oder ein reines Gestagen mit Dienogest besser ist, findest du am besten im Gespräch mit deinem Arzt heraus.

    Lass dich nicht entmutigen, wenn die erste Pille nicht sofort wirkt, denn der Körper braucht Zeit zur Umstellung. Und wenn du deine passende Behandlung gefunden hast, kannst du dir den Weg zur Apotheke durch seriöse Online-Rezept-Dienste deutlich erleichtern.

    Quellen:

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